Der Wettlauf um die Skalierung von Asparagopsie

algaeurope.org   Frauen der Algen
Kühe grasen auf Algen

Kühe am Strand von Dunaverty Bay, Schottland, ernähren sich von Algen.

ASind wir am Beginn einer neuen Etappe im Rennen um die Reduzierung der Methanemissionen von Nutztieren mit Spargel? Steven Hermans stellt diese Frage in Phyconomy.net, nachdem CH4 Global, Greener Grazing und Sea Forest kürzlich angekündigt haben, dass sie vom Forschungsmaßstab in den Produktionsmaßstab übergehen.

Aber ob Asparagopsis wirklich keine negativen Auswirkungen auf die Tiergesundheit, Milch- und Fleischproduktion hat, ist immer noch eine anhaltende Debatte, und es sind weitere Forschungen erforderlich, um eine endgültige Entscheidung in beide Richtungen zu treffen.

Und es gibt noch andere Fragen, wie wird sich die Asparagopsis-Lösung für Landwirte als erschwinglich erweisen? Und wie bringt man die Algen zu weidenden Kühen? „Das Grasfütterungssystem ist ein großes System, weil wir im Moment keine Lösung haben“, sagt Sea Forest-CEO Sam Elsom.

Wettbewerbsentwicklung

Inzwischen sind weitere Konkurrenten unterwegs. Studenten der Universität Maastricht in den Niederlanden haben E. coli-Bakterien modifiziert, indem sie die bromformproduzierenden Gene von Asparagopsis hinzugefügt haben. Die Forscher gehen davon aus, dass E. coli dann nur einmal in Kapselform an Nutztiere verabreicht werden könnte, wonach sich die Bakterien weiter vermehren und im Darm Bromoform abgeben würden. Es ist mehr Forschung erforderlich, um zu beweisen, ob ihre These richtig ist, aber wenn sie richtig liegt, wäre ihre Lösung ein Game Changer.

Die nächste Herausforderung für Asparagopsis-Start-ups besteht jedoch darin, ihre Erfolge aus dem Labor zu holen und im Meer auszubauen. Ein wesentlicher Unterschied zwischen den frühen Marktführern besteht darin, dass Sea Forest und CH4 Global mit A. armata arbeiten – einer in Australien und Neuseeland beheimateten Kaltwasserart. Greener Grazing arbeitet mit A. taxiformis, der tropischen Warmwasserart.

Aus dieser Unterscheidung ergeben sich zwei unterschiedliche Geschäftsmodelle. Während CH4 Global und Sea Forest ihre eigenen Meeresfarmen in Australien und Neuseeland aufbauen wollen, möchte Greener Grazing das vorhandene Wissen und die Infrastruktur der Algenzucht in Südostasien nutzen, um Landwirte mit Saatgut und Know-how zu versorgen anstatt den Betrieb selbst zu verwalten.

Alle Rechte vorbehalten. Erlaubnis erforderlich, Artikel in ihrer Gesamtheit nachzudrucken. Muss eine Copyright-Erklärung und Live-Hyperlinks enthalten. Kontakt david@algaeplanet.com. Algae Planet akzeptiert unaufgefordert eingesandte Manuskripte und übernimmt keine Verantwortung für die Gültigkeit von Ansprüchen in eingereichten Editorials.

Werbung
Algametrics-Anzeige

Abonnieren

Stellenbörse für die Algenindustrie

Produkte